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Erster Kreisbeigeordneter Achim Hallerbach stellt klar
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Kreis Neuwied ist an Planungen für Biomüllvergärung vor den Toren von Windhagen nicht beteiligt

Neuwied/VG Asbach - Die in der Kritik der Nachbargemeinde Windhagen stehenden Pläne für eine Bioabfallvergärungsanlage im Bad Honnefer Gewerbegebiet „Am Dachsberg“ sind ohne Beteiligung und ohne Wissen der Neuwieder Abfallwirtschaft gemacht worden. Dies stellt Achim Hallerbach, Erster Kreisbeigeordneter des Landkreises Neuwied klar. Der Biomüll des Landkreises stehe nicht zur Verfügung und werde auch weiterhin bis zum 31.12.2012 im Neuwieder Kompostwerk verwertet.

Auch aus dem Zusammenhang mit der derzeit überregional laufenden Planung zur künftigen Biomasseverwertung heraus ließe sich keinesfalls ableiten, dass der Kreis Neuwied etwas mit den Plänen zu tun habe. 

Richtig sei hingegen, dass neun rheinland-pfälzische Landkreise, der Rhein-Sieg-Kreis und die Stadt Bonn derzeit eine Studie über die in ihrem Gebiet anfallenden Bioabfälle erstellen lassen. “Da aber die Ergebnisse bislang noch nicht abschließend vorliegen, ist es für eine konkrete Planung entsprechender Entsorgungsanlagen noch viel zu früh“, versichert Achim Hallerbach. “Und bei der Planung etwaiger Standorte würde die Neuwieder Abfallwirtschaft keinesfalls die Regeln guter Nachbarschaft außer Acht lassen, auch wenn die betroffenen Bürger und Bürgerinnen jenseits der Kreis- und Landesgrenze wohnen.“

Ohne Zweifel wird neben der Kompostierung künftig auch die Energiegewinnung aus Bioabfällen eine stärkere Rolle spielen, als bisher. Die Erzeugung von Biogas aus kommunalen Bioabfällen nützt dabei nicht nur dem Klima, denn gleichzeitig kann der Bürger von den wirtschaftlichen Vorteilen der CO2 neutralen Strom- und Wärmeerzeugung profitieren. Problematisch bleibe aber die kontinuierliche Versorgung mit qualitativem Inputmaterial. „Die Energieausbeute des Biomülls aus dem Haushaltsbereich ist nicht besonders ergiebig. Deshalb würden zumeist nachwachsende Rohstoffe aus der Landwirtschaft, wie zum Beispiel Maissilage, Gülle oder Elefantengras hinzugegeben. Hier fehlten jedoch große Mengen aus der hiesigen Landwirtschaft, - und das Schaffen derartiger Monostrukturen könne nicht das Ziel für Natur- und Landschaftsschutz sein“, betont Hallerbach. Ein großes Augenmerk müsse auf die Technik gelegt werden. Eine Low-Cost-Anlage bringe Probleme in einem kontinuierlichen Betriebsablauf und belaste die Bevölkerung.

Die Neuwieder Abfallwirtschaft werde in jedem Fall zunächst die Ergebnisse der Studie am 15. Juni im Ausschuss für Umwelt und Abfallwirtschaft abwarten, bevor über weitere Alternativen der Bioabfallverwertung nachgedacht werde. Ziel sei es, die vorhandenen Verwertungsanlagen für den Biomüll zu optimieren und in ein wirtschaftlich tragbares Konzept einzubinden. „Neue Vergärungsanlagen zu bauen, um vorhandene Anlagen zu ruinieren, ist volkswirtschaftlich betrachtet der größte Unsinn“, unterstreicht der zuständige Abfalldezernent.

“Dabei werden dann ganz sicher nicht nur die wirtschaftlichen Aspekte berücksichtigt“, verspricht der Neuwieder Erste Kreisbeigeordnete. Denn nicht erst seit den Erfahrungen mit den damaligen Geruchsproblemen durch die Mechanisch-Biologische Abfallentsorgungsanlage (MBA) Linkenbach wissen die Neuwieder, wie wichtig der offene Umgang mit den berechtigten Interessen der Bürger und Bürgerinnen ist.

“Eine transparente Vorgehensweise mit nachvollziehbaren Entscheidungen ist – wie bisher - notwendige Basis für eine erfolgreiche Abfallwirtschaft“, sagt Achim Hallerbach.

 



(Asbach, 08.06.2010)

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