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Erste Weichenstellungen auf dem Weg zur überregional koordinierten Verwertung von Bioabfällen

Hallerbach: Gleichklang von Ökologie und Ökonomie können langfristig Gebühren stabilisieren

Foto: Bioabfallmengen aus Kooperationen verschiedener Kommunen versprechen wirtschaftliche Vorteile. Und auch die Bereitschaft von Entsorgungsunternehmen, in moderne Technologien und gegebenenfalls in neue Anlagen zu investieren, ist stets mit entsprechenden Mengenströmen verknüpft. Davon ist man im Landkreis Neuwied überzeugt und strebt noch mehr Zusammenarbeit zwischen einzelnen Kommunen an. Zu einem Informationsgespräch trafen sich (v.l.n.r.) Harald Buchner (Geschäftsführer der Sita West GmbH), Achim Hallerbach (1. Kreisbeigeordneter und Abfallwirtschaftsdezernen im Kreis Neuwied), Margit Grzanna (Kreisabfallberatung), Dietmar Kurz (Abteilungsleiter der Kreisabfallwirtschaft) im Kompostwerk Neuwied.

 
Kreis Neuwied - Im vergangenen Jahr wurde eine Studie zur Optimierung der Bioabfallverwertung von neun Kommunen aus dem nördlichen Rheinland-Pfalz erstellt, die darüber hinaus auch das Potential der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises berücksichtigt. Ziel der Bemühungen ist eine zukunftsorientierte Nutzung von Bioabfällen. "Hiervon sollen die Bürgerinnen und Bürger durch günstige Entsorgungsgebühren profitieren. Gleichzeitig kann eine CO2-neutrale Energiegewinnung den Anforderungen des globalen Klimaschutzes Rechnung tragen", erklärt der 1.Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach.

In einem ersten Schritt ist der Kreistag des Landkreises Neuwied jetzt den Empfehlungen des Gutachtens gefolgt und hat für die ab 2013 anstehende Neuvergabe der Bioabfallentsorgung eine nur kurze Vertragslaufzeit bis einschließlich 2015 beschlossen. "Die dadurch ab 2016 mögliche Synchronisierung der kommunalen Partner ist eine der Voraussetzungen zur Nutzung der gemeinsamen Potentiale", erläutert der zuständige Abfalldezernent Achim Hallerbach. Nun  sollen die nächsten Schritte unter den Beteiligten abgestimmt werden: "Noch in diesem Monat folgen weitere interkommunale Gespräche, die den Weg zu einem zukunftsweisenden Konzept bereiten sollen", ergänzt der 1.Kreisbeigeordnete.

Allein die neun entsorgungspflichtigen Körperschaften im nördlichen Rheinland-Pfalz verfügen über den Bioabfall von rund 1,3 Millionen Einwohnern. "Mit den nordrhein-westfälischen Nachbarn lässt sich dieses Potential nochmals um den Bioabfall von einer Million Menschen erweitern", bilanziert Hallerbach. Insgesamt steht damit eine Menge von mehr als 300.000 Tonnen Biomasse zur Disposition.

"Die angestrebten Mengenbündelungen auf der Basis von interkommunalen Kooperationen erweitern die Handlungsspielräume für die Gebietskörperschaften", so Achim Hallerbach weiter. Dabei versprechen allein die größeren Mengen wirtschaftliche Vorteile. Aber auch die Bereitschaft von Entsorgungsunternehmen, in moderne Technologien und gegebenenfalls in neue Anlagen zu investieren, ist natürlich mit entsprechenden Mengenströmen verknüpft.

Das mit finanzieller Unterstützung des Ministeriums für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz erstellte Gutachten des INFA-Institutes in Ahlen belegt, dass die Verwertung der Biomasse als erneuerbare Energieträger noch deutlich ausbaufähig ist und bei den Behandlungsverfahren auch die Vergärung sowie die energetische Verwertung in den Vordergrund rücken.

Einig sind sich die beteiligten Kommunen, dass ein nachhaltiges Energie- und Stoffstrommanagement für Abfallbiomassen besonders der regionalen Wertschöpfung dienen muss. "Deshalb soll die Weiterentwicklung einer ökologisch sinnvollen Bioabfallverwertung so weit wie möglich auch die bereits bestehenden Anlagen berücksichtigen", betont der 1.Kreisbeigeordnete Hallerbach. Neue Anlagenstandorte müssen zahlreiche Fakten erfüllen, die letztlich die Alternativen stark einschränken. Aber auch die öffentliche Akzeptanz sei mittlerweile sehr gering, die dadurch eine schwerpunktmäßig ökologische Platzierung kaum ermöglichen.

"Die vorhandene Infrastruktur zu Gunsten neuer Anlagen ungenutzt zu lassen, wäre außerdem volkswirtschaftlicher Unsinn, den wir nicht mitmachen würden," versichert der Dezernent für Abfall, Umwelt und Energie, Achim Hallerbach.

 

Foto: Bioabfallmengen aus Kooperationen verschiedener Kommunen versprechen wirtschaftliche Vorteile. Und auch die Bereitschaft von Entsorgungsunternehmen, in moderne Technologien und gegebenenfalls in neue Anlagen zu investieren, ist stets mit entsprechenden Mengenströmen verknüpft. Davon ist man im Landkreis Neuwied überzeugt und strebt noch mehr Zusammenarbeit zwischen einzelnen Kommunen an. Zu einem Informationsgespräch trafen sich (v.l.n.r.) Harald Buchner (Geschäftsführer der Sita West GmbH), Achim Hallerbach (1. Kreisbeigeordneter und Abfallwirtschaftsdezernen im Kreis Neuwied), Margit Grzanna (Kreisabfallberatung), Dietmar Kurz (Abteilungsleiter der Kreisabfallwirtschaft) im Kompostwerk Neuwied.


(Asbach, 31.03.2011)

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