CDU Kreisverband Musterstadt
CDU Kreisverband Musterstadt
Ortsverband Asbach
CDU Kreisverband Musterstadt  
   HomeHome  KontaktKontakt  ImpressumImpressum  SitemapSitemap
 

  VorstandPresse
VorstandTermine

Kreisjugendamt stellt Kindertagesstätten Kinderschutzfachkräfte zur Verfügung

Erster Kreisbeigeordneter Achim Hallerbach überreicht Verträge an zwei große Einrichtungen der Jugendhilfe

Bei der Überreichung der Verträge zur Aufnahme der Arbeit als Kinderschutzfachkräfte für die Kindertagesstätten im Landkreis Neuwied. V.l.n.r.: Bettina Ferber, Yyonne Ernst, Uwe Kukla, Angelika Bahler-Schröder (Geschäftsführerin e. Kinder- und Jugendhilfe Oberbieber) , Helmut Wagner, 1. Kreisbeigeordneter Achim Hallerbach, Ulrik Dyckerhoff (Geschäftsführer ev. Kinderheim Probsthof)

Ev. Kinder- und Jugendhilfe Oberbieber und ev. Kinderheim Probsthof Königswinter nehmen die Arbeit zur Beratung von Kindertagesstätten in Fragen des Kinderschutzes auf
Kreis Neuwied – Nicht erst seit den in der Öffentlichkeit diskutierten spektakulären Fällen von Kindeswohlgefährdung bildet die Frage nach einem adäquaten Umgang zum Schutz betroffener Kinder einen Schwerpunkt der Arbeit des Kreisjugendamtes. So sieht bereits das Kinder- und Jugendhilfegesetz seit 2005 bestimmte Verfahrensregeln vor, nach denen die Jugendämter Hinweise auf Kindeswohlgefährdung zu prüfen haben. „Hinzugekommen ist, dass auch sogenannte freie Träger der Jugendhilfe, wie z.B. Kindertagestätten, eine Einschätzung der Vernachlässigung oder Gefährdung von Kindern vornehmen und hierzu auf eine qualifizierte Fachberatung zur Einschätzung des Gefährdungsrisikos zurückgreifen müssen. Insbesondere den Kindertagesstätten stehen solche Fachkräfte in der Regel nicht zur Verfügung“, erklärt der 1.Kreisbeigeordnete und Dezernent für Jugend und Familien, Achim Hallerbach.
Das Kreisjugendamt hat nun mit zwei großen Einrichtungen der Jugendhilfe, der Evangelischen Kinder- und Jugendhilfe Oberbieber sowie dem Evangelischen Probsthof Niederdollendorf, Vereinbarungen abgeschlossen, nach denen diese Kinderschutzfachkräfte zur Verfügung stellen.
Der 1.Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach freut sich, dass mit diesen beiden Trägern große Einrichtungen gewonnen werden konnten, die nicht nur auf eine langjährige Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendamt Neuwied zurückblicken können, sondern auch über besondere Erfahrungen bei der Aufnahme von Kindern im Rahmen von Notaufnahmen des Jugendamtes verfügen.

Hallerbach überreichte aktuell der Geschäftsführerin der Kinder- und Jugendhilfe Oberbieber, Angelika Bahler-Schröder, und dem Geschäftsführer des Probsthof Niederdollendorf, Ulrik Dyckerhoff, die Verträge. „Damit verpflichten sich die beiden Einrichtungen, qualifizierte Kinderschutzfachkräfte zur Beratung der Kindertagesstätten zur Verfügung zu stellen. Maßgeblich für die Auswahl der Einrichtungen war auch die Sicherstellung einer permanenten Erreichbarkeit für die Mitarbeiter der Kindertagesstätten“, unterstreicht Achim Hallerbach.

Die Inanspruchnahme dieser Fachberatung setzt den Abschluss von Vereinbarungen voraus, wonach sich die Träger von Kindertagesstätten gegenüber dem Jugendamt verpflichten, eine Abschätzung des Gefährdungsrisikos in Fällen von Kindeswohlgefährdung in analoger Weise wie das Jugendamt vorzunehmen. „Bis auf wenige Ausnahmen liegen dem Kreisjugendamt Neuwied diese Vereinbarungen zwischenzeitlich vor“, so der 1.Kreisbeigeordnete.
Mit dem gewählten Modell zur Bereitstellung von Kinderschutzfachkräften ist das Kreisjugendamt Neuwied bereits gut für kommende Veränderungen im Zuge des Bundeskinderschutzgesetzes aufgestellt. Der Referentenentwurf sieht u. a. vor, weiteren Berufsgruppen, wie Ärzten und Lehrern, Kinderschutzfachkräfte für eine Vorab-Einschätzung einer möglichen Gefährdung eines Kindes oder Jugendlichen zur Verfügung zu stellen.
Das Kreisjugendamt Neuwied hatte bereits im Januar Mitarbeiter/innen und Leiter/innen von Kindertagesstätten zu einer Informationsveranstaltung eingeladen; hierbei wurden die Kinderschutzfachkräfte vorgestellt sowie das Verfahren zur Einschätzung eines Gefährdungsrisikos erläutert.
„Wir hoffen, mit dieser Regelung den Fachkräften in den Kindertagesstätten mehr Sicherheit im Umgang mit Kindeswohlgefährdungen zu geben und damit zu einer Verbesserung des Kinderschutzes im Landkreis Neuwied beizutragen“, erklärte Achim Hallerbach bei der Überreichung der Verträge.

(Asbach, 09.05.2011)

zurückweiter


Linie

Seite drucken | nach oben


Ticker
Linie