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Gutes Angebot erfordert vernünftige KiTa-Größen

Hallerbach weist Grünen-Kritik zurück:
„Von KiTa-Tourismus kann keine Rede sein“ – Norden des Landkreises ist gut aufgestellt

Asbach/Kreis Neuwied. Die Grünen im Asbacher Land kritisierten, dass Kinder zum Erreichen ihrer Tagestätte zu Pendlern würden und forderten eine nachhaltige Kindertagesstättenplanung. Diese Kritik weist der Erste Kreisbeigeordnete und Jugenddezernent, Achim Hallerbach, zurück: „Durch die Behauptungen wird der Eindruck erweckt, dass im Bereich der Verbandsgemeinde Asbach eine große Anzahl von Kindern täglich eine weite Strecke hinter sich bringen müssen, um zu „ihrem“ Kindergarten zu kommen. Einen sachlichen Bezug zur Realität (etwa in Gestalt eines Beispiels aus dem Alltag) führen die Grünen leider nicht an. Völlig offen bleibt auch die Frage, ob Kinder aus der VG Asbach nach NRW zum Kindergarten „auspendeln“ weil sie vielleicht im Einzelfall einen Kindergartenplatz in räumlicher Nähe zum Arbeitsplatz der Mutter haben oder ob nicht viel eher Kinder aus NRW wegen des gut ausgebauten Angebotes in unseren Kitas in das „Nachbarland der Beitragsfreiheit“ einpendeln, weil das Angebot hier nicht nur gut sondern auch noch günstig – d.h. beitragsfrei – ist. Eine präzisere Darstellung der Kritikpunkte wäre hier wünschenswert.“
Die Struktur der Kindertagesstätten in der Verbandsgemeinde Asbach ist – traditionell gewachsen. So, dass sich entsprechend den gesetzlichen Vorgaben die vielfältigen Angebote an Kindergartenplätzen auf die vier zentralen Ortsgemeinden konzentrieren und auch dort angesiedelt sind.
Gerade aufgrund der besonderen Siedlungsstruktur innerhalb der Verbandsgemeinde Asbach mit vielen kleinen Ortsteilen ist eine Betreuung nicht überall direkt am Wohnort geboten, weder aus pädagogischer noch aus wirtschaftlicher Sicht. Hallerbach: „Wollte man hier den Gedanken der „GRÜNEN“ tatsächlich aufgreifen, müssten – um das Pendeln zu vermeiden – an vielen kleinen Weilern und Ortsteilen Kindergärten eingerichtet werden. Diese fürchteten aber aufgrund der geringen Anzahl von Kindern regelmäßig um ihren Bestand.
Eine „kleinräumige“ Versorgung mit Kindergartenplätzen, vergleichbar den längst abgeschafften Zwergschulen, hätte nach Hallerbachs Auffassung zwar in der Tat den Vorteil, dass der Kindergarten für die wenigen Kinder aus dem Einzugsbereich fußläufig erreicht werden könnte. Jedoch das, was auch Qualität des pädagogischen Angebotes in einer größeren Kindertagesstätte ausmacht – nämlich die Möglichkeit, in Funktionsräumen unterschiedliche Angebote neigungs- und ressourcenorientiert – z.T. parallel – laufen zu lassen und Personal dementsprechend einzusetzen, würde hier komplett entfallen.
„Den Vorwurf der nicht ausreichend strukturierten Bedarfsplanung auf der Gemeindeebene weisen wir entschieden zurück. Regelmäßige und intensive Bedarfsplanungsgespräche, an denen neben dem Kreisjugendamt als Träger der „Planungshoheit“ selbstverständlich auch Leitungen, Träger- und Elternvertreter der Kitas, Vertreter der beteiligten Gemeinden und in aller Regel auch schon des für die Erteilung der Betriebserlaubnis zuständigen Landesjugendamtes teilnehmen, sind die Basis für die Festlegungen des Kindertagesstätten-Bedarfsplanes“, erklärt der 1.Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach. Hier stelle sich dann auch die Frage, welche Funktion ein von den Grünen gefordertes Gremium haben soll, welches in diesem Prozess der Bedarfsplanung keinerlei Befugnisse und Regelungskompetenzen zukomme.
Als wenig zielführend bezeichnet der Beigeordnete auch die „Abfrageaktion“ der GRÜNEN, um über den Elternbedarf genau Bescheid zu wissen. „Rückblickend kann ich mich an den Fragebogen lediglich als eine Erfassung des Ist-Bestandes erinnern. Adressat des Fragebogens waren die jeweiligen Träger der Kindertagesstätten, denen die GRÜNEN auch vorwerfen, vielfach ihre Trägerfunktion nicht ausreichend wahrzunehmen. Auch das ein Vorwurf, dem aus Sicht des Kreisjugendamtes klar widersprochen wird“, kritisiert Hallerbach.
„Trägervielfalt ist ein hohes Gut – und keinesfalls ein herbei geredetes Dilemma. Wir sind im Landkreis Neuwied in der glücklichen Lage, über ein sehr plurales Angebot an Trägern (evangelisch, katholisch, HTZ und kommunal) zu verfügen“, betont Hallerbach. Hier treffen das Jugendamt übrigens zwei Verpflichtungen aus dem Kindertagesstättengesetz: Zum einen, darauf hinzuwirken, dass die im Bedarfsplan ausgewiesenen Kindertagesstätten durch anerkannte Träger der freien Jugendhilfe errichtet und betrieben werden – zum anderen, dass es eine bedarfsgerechte Vielfalt von Trägern gibt.
Eine Kontrolle der Kindergärten, wie von den GRÜNEN gefordert, entspricht überhaupt nicht dem Selbstverständnis des Kreisjugendamtes, das seit vielen Jahren eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Trägern in einer von gegenseitigem Respekt getragenen Atmosphäre pflegt. „Gerade bei den freien Trägern hat sich hier über viele Jahre eine interne Struktur entwickelt, die den Kindertagesstätten über Fachverbände, Dachorganisationen und Fachberatungen vielerlei hilfreiche Informationen und Unterstützung bieten“, unterstreicht der Dezernent.
„Kontrollinstanz“ wäre auch – anders als von den GRÜNEN fälschlich dargestellt - das für die Erteilung der Betriebserlaubnis zuständige Landesjugendamt. Doch genau wie der Landkreis als Träger des Kreisjugendamtes legt man auch dort viel Wert auf Beratung, Kooperation und Transparenz. Und dass bei der zentralen Frage der Personalbesetzung die Vorgaben eingehalten werden, überprüfe das Kreisjugendamt regelmäßig.
„Dass Bedarfe von Eltern und Kindern erst dann die entsprechende Wertschätzung erfahren, wenn sie selbst beim Jugendamt vorstellig werden, entspricht dabei genauso wenig den Tatsachen wie die Behauptung, dass Eltern weder bei Trägern und Leitungen noch beim Kreisjugendamt „wenig hilfreiche Angebote“ bekommen. Wir  verstehen uns als Dienstleistungsunternehmen und die Anliegen von Eltern, die dem Kreisjugendamt vorgetragen werden, werden mit aller Sorgfalt bearbeitet“, betont Achim Hallerbach.
Die vielen Angebotsweiterentwicklungen seien gerade deshalb zustande gekommen, weil die Träger dort ihre Aufgabe ernst nehmen. Sie fragen regelmäßig den Bedarf ab und kommunizieren die Ergebnisse dann in den Planungsgesprächen.
Abschließend hält Hallerbach fest: „Letztendlich stehen im Mittelpunkt der gemeinsamen Bemühungen die Kinder. Ihr Wohl und ihre Interessenlagen sind zuvorderst zu berücksichtigen; und nicht die Interessen von Parteien.“

(Asbach, 05.11.2010)

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