CDU Kreisverband Musterstadt
CDU Kreisverband Musterstadt
Ortsverband Asbach
CDU Kreisverband Musterstadt  
   HomeHome  KontaktKontakt  ImpressumImpressum  SitemapSitemap
 

  VorstandPresse
VorstandTermine


Die Landwirtschaft hat eine besondere Bedeutung für Umwelt- und Klimaschutz

Hallerbach: Landwirtschaft als Nahrungsmittelhersteller bewahren

Kreis Neuwied – Die Landwirtschaft prägt seit Jahrhunderten unsere Kulturlandschaft. “In der aktuellen  Diskussion um die Weiterentwicklung der gemeinsamen Agrarpolitik in der EU ab 2013 sollte die Bedeutung der Landwirtschaft für den Umwelt- und Klimaschutz stärker in den Fokus genommen werden“, erklärt Achim Hallerbach, 1.Kreisbeigeordneter und Umweltdezernent des Landkreises Neuwied. 33,5 Prozent der Fläche im Landkreis Neuwied werden landwirtschaftlich genutzt. Der Strukturwandel in den Betrieben ist noch voll im Gange. Die Anzahl der Betriebe hat sich im Landkreis Neuwied seit 1990 halbiert. Derzeit sind nur noch ca. 500 Betriebe  registriert.
Experten haben ausgerechnet: Die Landwirtschaft trägt mit 14 Prozent zu dem von Menschen verursachten Klimawandel bei. Dies entspricht den Auswirkungen des Transportsektors auf unser Klima. Auf der anderen Seite kann der Humus im Boden Kohlendioxid binden. „Es ist wichtig, durch umweltgerechte Bodennutzungs- und Bewirtschaftungssysteme diese Fähigkeit zu erhalten und auszubauen,“ erklärt Umweltdezernent Achim Hallerbach.
Böden mit hohem Humusanteil und umweltgerechte Bodenbewirtschaftung könnten darüber hinaus die künftig zu erwartenden stärkeren Schwankungen der Niederschläge am besten ausgleichen und die Auswirkungen von Starkregenereignissen besser abpuffern.
Die Bereitstellung von Biomasse zur Energieerzeugung aus der Landwirtschaft bietet Chancen und birgt zugleich Risiken. Über die anaerobe (ohne Sauerstoff) Vergärung von tierischen Exkrementen in Biogasanlagen könnten die besonders klimaschädlichen Methan- und Lachgasemissionen deutlich verringert werden. Dabei sollte die Verwertung von Wirtschaftsdünger im Erneuerbaren Energien-Gesetz verstärkt berücksichtigt werden.
Hallerbach betont: „Es müssen Strategien entwickelt werden, um mögliche Konflikte zwischen Nachhaltigkeit und landwirtschaftlicher Intensivierung zu lösen. Im Vordergrund sollte dabei die Sensibilisierung für eine umweltverträgliche Erzeugung von Biomasse auf regionaler Ebene stehen. Das mancherorts als agrarpolitisch geforderte Instrument einer Emissionssteuer für Methan und Lachgas halte ich nicht für nicht sachdienlich; darüber hinaus würde dies zu einer weiteren nicht vertretbaren wirtschaftlichen Belastung der Landwirtschaft führen. ”, so Achim Hallerbach weiter.
Trotz der potenziellen Bedeutung nachwachsender Rohstoffe für eine CO2-neutrale und zukunftsfähige Energiegewinnung muss sich die Bioenergie am Prinzip der Nachhaltigkeit orientieren. Dies liegt vor, wenn gleichermaßen ökonomische Effizienz und soziale Verantwortung erreicht und ökologische Funktionen erhalten werden.
„Unsere regionale Kulturlandschaft ist heute überwiegend noch von einer mittelständischen Landwirtschaft geprägt. Die Erzeugung von gesunden Nahrungsmitteln auf regionaler Ebene darf gerade in Zeiten des Klimawandels und unsicherer werdenden globalen Agrarmärkten nicht aus den Augen verloren werden,“ so Hallerbach. Das Schaffen von Monostrukturen für die energetische Ausbeute würde die Landschaft nachhaltig verändern. „Dies darf nicht die Zielsetzung sein, deshalb muss die vorhandene Landwirtschaft für alle Beteiligten so gestaltet werden, dass eine ausreichende finanzielle Auskömmlichkeit unsere Strukturen langfristig erhalten hilft. Bereits heute ist regional feststellbar, dass die Pachtpreise für Agrarflächen enorm steigen und sich damit die Flächenkonkurrenz verschärft. Außerdem wirken sich Monokulturen immer negativ auf das Landschaftsbild und die Artenvielfalt aus“, betont der 1.Kreisbeigeordnete abschließend.



(Asbach, 05.02.2011)

zurückweiter


Linie

Seite drucken | nach oben


Ticker
Linie