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Gewerbestandorte fit für die Zukunft machen Hallerbach: Null-Emissions-Strategie sichert Unternehmen und stärkt die Region

Prof. Dr. Peter Heck, Umweltcampus Birkenfeld (2. von rechts 1. Reihe) referierte auf Einladung von Achim Hallerbach, 1.Kreisbeigeordneter des Landkreises Neuwied (3. von rechts 1. Reihe) über eine künftige „Null-Emissions-Strategie“. André Gottschalk 1.Beigeordneter der Verbandsgemeinde Asbach (1. von links 1.Reihe) sowie Walter Dormann, 1.Beigeordneter der Gemeinde Buchholz (1. von rechts 1.Reihe) unterstützten den Impuls zur Optimierung von Stoff- und Energiekreisläufen.

Kreis Neuwied - Die Kreisverwaltung Neuwied lud zusammen mit der Verbandsgemeinde Asbach und der Ortsgemeinde Buchholz zu einem Informationsabend ein, um zu Möglichkeiten der nachhaltigen Entwicklung eines Gewerbegebietes am Beispiel des Industriegebietes Buchholz-Mendt (IP Nord) zu informieren. „Ein Runder-Tisch mit Vertretern aus der Wirtschaft, Verwaltung sowie der Wissenschaft und Forschung wird nunmehr die weitere Vorgehensweise zu einem künftigen Null-Emissions-Gewerbegebiet erarbeiten und die Potentiale ermitteln“, erklärt der 1.Kreisbeigeordnete des Landkreises Neuwied, Achim Hallerbach.
„Wir wollen einen Prozess anstoßen unter dem Leitbild eines Wirtschaftens ohne negative Begleiterscheinungen. Es geht darum, alle Potentiale auszuschöpfen und auch unternehmensübergreifende Ressourcen nutzbar zu machen. Gleichzeitig soll aufgezeigt werden, dass eine nachhaltige Entwicklung auch neue strategische Impulse zur Wertschöpfung in der Region und zur Sicherung und Stärkung unserer Unternehmen beinhalten kann, “ so der Umweltdezernent Achim Hallerbach bei der Begrüßung.
Der 1.Beigeordnete der Verbandsgemeinde Asbach, André Gottschalk, bedankte sich für die Initiative des Landkreises Neuwied. „Wir haben in den letzten Jahren zahlreiche Gewerbegebiete in der Verbandsgemeinde entwickeln können. Dabei war es  uns immer wichtig, dass die Belastungen für die Region in Grenzen gehalten werden. Der Aspekt der sozial- und umweltverträglichen Schaffung von Arbeitsplätzen ist uns ein zentrales Anliegen.“ Nicht zu vergessen sei auch, dass die Ver- und Entsorgung für die Firmen relevante Kostenfaktoren darstellen.
Professor Peter Heck vom Umweltcampus Birkenfeld, Teil der Fachhochschule Trier legte anschaulich dar, dass sich ein Gebiet unter dem Leitbild einer CO2-Neutralität entwickeln und gleichzeitig Wertschöpfung und Arbeitsplätze in der Region erzeugt werden können. Die optimierten Strukturen müssten nur langfristig organisiert werden. Für ihn stelle das Klima- und Umweltschutz gewissenmaßen nur ein Abfallprodukt dieser Optimierung dar. Vor allem habe die Schließung von Kreisläufen in der Region einen ökonomischen Nutzen. Er sieht in der Weiterentwicklung der Energieversorgung eine riesige Chance für die ländlichen Regionen. In Deutschland flossen 2007 145 Milliarden Euro für fossile Energie aus Deutschland ab.  Bei einer Verbandsgemeinde aus Rheinland-Pfalz mit 14.423 Einwohner waren es im Jahr 2007 eine Summe von 24,5 Millionen Euro. Eine Untersuchung hat ergeben, dass allein durch die Photovoltaik im Landkreis Saarlouis eine 87prozentige Stromversorgung möglich wäre. „Einen beträchtlichen Zusatznutzen ergeben die Aufträge für den Mittelstand durch Bau und Wartung der Anlagen. Geld, das normalerweise aus der Region abfließt, könnte so in der Region gehalten werden“, betont Professor Heck.
Helmut Krames, Mitarbeiter des Umwelt-Campus Birkenfeld, beschrieb die Ansätze zur Steigerung der Energieeffizienz in einzelnen Betriebsformen an konkreten Beispielen. Bei Querschnittstechnologien  wie Druckluft- und Pumpensysteme sowie Luft-, Kälte- und Fördertechnik bestehen erhebliche Potenziale zur Steigerung der Energieeffizienz: der Stromverbrauch – und damit die Kosten – könnten um fünf bis 50 Prozent gesenkt werden. Die meisten Effizienzmaßnahmen sind mit Amortisationszeiten von weniger als zwei Jahren und hohen Kapitalrenditen von über 25 Prozent wirtschaftlich sehr attraktiv für Unternehmen.
Der Teilnehmerkreis war sich einig, dass in Form eines runden Tisches ein weiterer Erfahrungs- und Informationsaustausch zu diesem Thema in der Region eingerichtet werden soll, um die Zielsetzung eines „Null-Emissions-Gewerbegebietes“ zu erreichen. Unternehmensvertreter aus der Verbandsgemeinde Asbach, der Kreisverwaltung, der örtlichen Verwaltung und des Umwelt-Campus Birkenfeld werden sich deshalb zeitnah mit der weiteren Konzeption auseinandersetzen.

(Asbach, 8.11.2010)

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