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CDU-Asbach: Facharztablehnung ist eine Provokation für die Region

Resonanz der Bürgerschaft ist überwältigend - CDU-Fraktion regt rechtliche Überprüfung an - Bürgermeister sollen weiter kämpfen

Die ablehnende Haltung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) bezüglich der fachärztlichen Ansiedlung eines Orthopäden in der Kamillus-Klinik ist in der jüngsten Sitzung der CDU-Fraktion im Ortsgemeinderat Asbach mit Ortsbürgermeister Helmut Reith auf herbe Kritik gestoßen. "Der nördliche Raum des Landkreises Neuwied und insbesondere die Verbandsgemeinde Asbach haben sich zu einem wichtigen Lebens- und Wirtschaftsraum entwickelt. Unsere Bürgerinnen und Bürger haben einen Anspruch auf eine fachärztliche Grundversorgung. Anfahrtswege von bis zu 40 Kilometern und lange Wartezeiten sind insbesondere für Ältere, Eltern mit Kleinkindern und Kindern nicht zumutbar", erklärt CDU-Fraktionsvorsitzender Achim Hallerbach. Stattdessen werde ein Stadt-Land-Gefälle provozierend ausgebaut.

Von den insgesamt 93 Facharztpraxen im Landkreis Neuwied, sind allein 65 in Neuwied, nur sechs in Asbach. "Sieben Orthopäden sitzen im Stadtgebiet, nur einer hätte nach Asbach kommen sollen", betont Hallerbach den bescheidenen Wunsch für den nördlichen Kreis. Es seien schon mittelalterliche Zustände, wenn man wegen eines Facharztbesuches eine lange Anfahrt und unerhörte Wartezeiten von vier bis fünf Stunden einkalkulieren müsse. Dies sei insbesondere für Unternehmen, deren Mitarbeiter für Arztbesuche freizustellen sind, ein immenser volks- und betriebswirtschaftlicher Schaden. Und dies, nur weil eine berufsständische Interessenorganisation nicht bereit sei, weitere Facharztstellen auch in der ländlichen Region einzurichten. Es entstehe der Eindruck, dass man weitere Ärzte nicht am allgemeinen Geldtopf beteiligen möchte und somit das reine Eigeninteresse in den Vordergrund stelle. Ebenso werde dem ärztlichen Nachwuchs keine Chance eingeräumt, die dann letztendlich ins Ausland, in die Wissenschaft oder Wirtschaft abwandern. "Ich sehe ganz klar eine Herausforderung an die Landespolitik, diesem Proporz einen Riegel vorzuschieben, und der Verantwortung einer flächendeckenden Grundversorgung nach zu kommen", so Achim Hallerbach. Die CDU glaube, dass sich Strukturen entwickelt und verselbstständigt haben, die zu Lasten der Menschen, insbesondere im ländlichen Raum, gehen. Dem möglichen Anschein "mafiöser" Strukturen müsse, sofern es sie geben sollte, entschieden entgegnet werden.
Die Initiative der Bürgermeister in der Verbandsgemeinde Asbach wird die CDU-Fraktion mit allem Nachdruck unterstützen. "Wir dürfen nicht müde werden im Kampf um weitere Facharztansiedlungen", betont der CDU-Fraktionsvorsitzende. Und im gleichen Atemzug wird die dringende Notwendigkeit einer Einstufung der Region Asbach/Neustadt als Mittelzentrum gesehen, zumal die Fakten dafür sprächen. Hier sei ganz klar eine strukturpolitische Frage im Sinne einer zukunftsorientierten Perspektive zu beantworten. "Wir müssen wissen, ob unsere Region in zwanzig Jahren politisch noch gewollt ist oder derzeitig nur noch als Steuerzahler gesehen und gebraucht wird", stellt Hallerbach die Frage.

Kritisch bewertet wurde das scheinbare Verhalten einer Asbacher Praxisgemeinschaft, die vermutlich das Ansiedeln des Orthopäden als nicht nötig empfand. Ob damit Konkurrenz abgehalten werden sollte, scheint für die CDU als vordergründige Argumentation. Alle anderen Allgemeinen und Fachärzte würden es begrüßen, weitere Fachkolleginnen und -kollegen in Asbach einbinden zu können, um Behandlungswege und -zeiten abzukürzen. Nicht nur die über 23.000 Einwohner in der Verbandsgemeinde selbst, sondern auch das Umfeld nutze immer stärker die Asbacher Infrastrukturen.

Die CDU-Fraktion empfiehlt, den seinerseits geschlossenen Vorvertrag zwischen Dr. Mück und dem ansiedlungswilligen Facharzt Dr. Rahmeh juristisch zu prüfen. "Ein seltsames Geschäftsgebahren, wenn eine Planstelle per Vorvertrag für offiziell 100.000 Euro verkauft werde, und anschließend soll alles nicht mehr so gewesen sein." Hier müsse lückenlos aufgeklärt werden.

"Wir werden unsere Idee, die Kamillus-Klinik als Gesundheitszentrum auszubauen, durch kurzsichtige Sichtweisen und Eigeninteressen nicht zerstören lassen. Der heutige Status von Asbach ist ein erfreulicher Prozess der vergangenen 15 Jahre, der insbesondere Ortsbürgermeister Helmut Reith zuzuschreiben ist. Wir stehen dafür ein und werden uns als verantwortliche Mehrheitsfraktion weiterhin dafür einsetzen", unterstrich Achim Hallerbach. Neben den Handels- und Dienstleistungsaufgaben, werde Asbach die Säule als Gesundheitszentrum intensiv ausbauen und damit den Krankenhausstandort stärken. Dies sei erklärter politischer Wille der CDU.

(8. März 2006)

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