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Energie-Fachtagung der CDU in Unkel

Experten diskutieren Vorschläge zum Energiesparen

Steigende Energiekosten sind momentan allgegenwärtig. Auch viele Kommunen im Kreis arbeiten bereits an eigenen Konzepten. Energieeffizienz ist das Schlüsselwort.

Viel wird derzeit darüber diskutiert, wie man dem Klimawandel entgegenwirken kann. Intelligente Ideen sind gefragt, um die Menge an Energie zu reduzieren, die für Fortbewegung, Transport, Heizung, Kühlung, Beleuchtung, elektrische Geräte, industrielle Produktion und vieles mehr aufgewendet wird. Daher hatte jetzt der CDU-Kreisverband Neuwied ins St.-Pantaleon-Seniorenzentrum Unkel zu einer Energie-Fachtagung eingeladen.

Mit Architekt Peter Richarz (Mitglied der Energieoffensive Rheinland-Pfalz), Oliver Ernst und Nicola Gemba-Wältermann von der Süwag, Roland Stüber von der Stüber Haus GmbH und dem energiepolitischen Sprecher der CDU-Kreistagsfraktion, Achim Hallerbach hatte man kompetente Referenten gewinnen können. Sie informierten unter anderem über Gebäudeenergieeffizienz, Niedrigenergiehäuser, Bürgersolaranlagen und kommunale Projekte zur effizienten Energienutzung.

"Wir möchten weniger die Theorie, sondern mehr die Praxis in den Vordergrund stellen. Politik, Wirtschaft und Verbraucher sind gefordert. Der Klimawandel darf nicht zum Wohlstandskiller werden. Neue Instrumente und bestehende Maßnahmenpakete müssen stets auch auf Belastungen für die Verbraucher und die Industrie überprüft werden.", betonte Erwin Rüddel. Weiter fügte der Landtagsabgeordnete hinzu: "Wir können und müssen alle unseren Beitrag leisten. Wenn uns nichts Entscheidendes einfällt, werden wir mittelfristig in der Energieversorgung auf Gedeih und Verderb von anderen abhängig sein."

Ganz praktische Tipps, wie jeder Bürger Energie einsparen kann, gaben die Experten. Sei es das Passiv-Haus, das als konsequente Weiterentwicklung des Niedrigenergiehauses im Vergleich zu einem konventionellen Gebäude über 90 Prozent der Energiekosten einsparen kann, Bürgersolaranlagen oder ein verändertes Verhalten eines jeden Einzelnen im Umgang mit der Energie. "Wir wissen was wir tun, wir tun aber nicht, was wir wissen", gab Peter Richarz den interessierten Gästen zu bedenken. Ein Grad Absenkung der Raumtemperatur bedeute 6 % Heizenergieeinsparung. Es gebe Schätzungen, dass 95 % der Energie vergeudet werde, wenn Ladegeräte ständig in der Steckdose gelassen würden.

Judith Barth, CDU-Stadtverbandsvorsitzende Unkel sagte: "Die Klimaentwicklung werden wir sicher nicht von heute auf morgen stoppen. Doch jeder Einzelne kann seinen Energieverbrauch effizienter gestalten und so ein Stück Verantwortung mit übernehmen."

Achim Hallerbach, energiepolitischer Sprecher der CDU-Kreistagsfraktion, gab Informationen darüber, welchen Beitrag die Kommunen leisten können. "Der Klimawandel geht uns alle an, er darf nicht eine Frage der nächsten Generation sein. Das, was sich in Deutschland an innovativen Entwicklungen gezeigt hat, zeichnet sich seit einigen Jahren auch in unseren Kommunen ab," hielt Hallerbach fest. Er gab einige positive Beispiele aus dem Kreis, wo Unternehmen und öffentliche Einrichtungen im Sektor Energiereduktion, Optimierung von Produktion und Energie bis hin zu einem Energiemix aus Sonne, Biomasse und Geothermie investieren. Ein Beispiel: die Einkaufsmärkte "Vorteil Center" in Asbach und Unkel. Sie produzieren mittlerweile die Hälfte des eigenen Stroms über Photovoltaikanlagen.

"In der Verbandsgemeinde Asbach wurde ein kommunales Energiekonzepte verabschiedet. Insbesondere das Energiemanagement mit Optimierungsmöglichkeiten und die Einbindung erneuerbarer Energien stehen dabei im Mittelpunkt", erläuterte Hallerbach. In Asbach werde untersucht, mit welchen Maßnahmen die Verwaltung, Schulen, Sporthallen, Schwimmbad und Bürgerhäuser, durch Zentralität in der Energieversorgung und das Nutzen von Sonne, Biomasse und Geothermie ergänzt werden könne. Und: "Kein Brennstoff und keine Technologie allein ist als der Problemlöser anzusehen. Ein vernünftiger Mix aller Brennstoffe und Technologien kann Basis eines neuen kommunalen Energiekonzeptes sein. Es gibt bereits zahlreiche Aktivitäten in den Kommunen, die es hervorzuheben gilt, die allerdings auch miteinander verzahnt werden müssen." Hierfür müsse ein zeitgemäßes kommunales Energiemanagement eingesetzt werden.

Auch der Landkreis befinde sich mitten in den Handlungsprozessen. Holzhackschnitzelanlage mit heimischen Hölzern für das Linzer Gymnasium und ggf. das Freibad, großflächige Fotovoltaik auf der Deponieanlage in Linkenbach und das Thema der Kraft-Wärme-Kopplung in Verbindung der Verwertung der heizwertreichen Fraktion stehen auf der Agenda des zuständigen Umweltausschusses, so Hallerbach abschließend.

(10. Oktober 2007)

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