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Dienstleistung, Erleben und Wohnen stehen im Mittelpunkt der Asbacher Ortsentwicklung

Mit Grünflächen allein ist keine Innerortbelebung zu erreichen - Keine überstürzten Entscheidungen, Ortsentwicklungsplanung muss wachsen

Asbach - Die Gestaltung der Freifläche an der Bitzenstraße als öffentliche Grünfläche mit Parkmöglichkeiten für Campingfahrzeuge zur Belebung des Ortskerns wird von der CDU-Fraktion im Ortsgemeinderat kritisch betrachtet und als nicht zielführend. "Die Konzeption für diese Fläche muss ganz konkret das Umfeld mit einbeziehen und keine "Insellösung" darstellen. Nicht nur die Bitzenstraße, sondern auch die Straße "Im Klopseifen" und die "Kirchgasse" sowie die Bebauung zum Plus-Markt, der Hauptstraße und der Kirche sind ganzheitlich zu betrachten", erklärt CDU-Fraktionsvorsitzender Achim Hallerbach. Insbesondere die Erschließung der zum Plus-Markt liegenden Wohnbebauung über die Hauptstraße müsse berücksichtigt werden. Die Anordnung zum Beispiel von Nebengebäuden auf der Nordseite und eine anteilige Flächenzuordnung würde nach Ansicht von Hallerbach die Wohnqualität erheblich aufwerten.

Dem Vorwurf der verzögerten Planung tritt Hallerbach entschieden dagegen. "Wir haben eine Vielzahl von Ideen gesammelt. Allein die CDU hat mit einem 46 Seiten starken Papier das umfangreichste Ideenkonzept vorgelegt, das vom Planer geprüft und bewertet werden muss", so der Fraktionsvorsitzende. Eine Ortsentwicklungsplanung müsse wachsen und könne nicht aus wahltaktischen Gründen über das Knie gebrochen werden.

Als Leitziel für den Ortskern ist nach Vorlage des CDU-Ortsentwicklungsprogramms dabei die Schaffung von Wohnraum und Dienstleistungsflächen zu sehen, die in ein attraktives Umfeld einzubinden sind. "Wir wollen eine raumbildende Bebauung über die Achse "Im Klopseifen", "Im hohen Rehn", "Im Steinchen" entstehen lassen, so dass der Freiraum zwischen den Gebäudefluchten eine Ausrichtung auf die Kirchenachse erhält", so Achim Hallerbach weiter. Ebenso sollte eine Weiterführung einer fußläufigen Verbindung zum Markt möglich werden und die Anordnung von Parkraum klar geregelt sein. Für die CDU-Fraktion ist auch die Fläche am unmittelbaren Eingang in den Kernbereich und die Schaffung von Raumbezügen und Blickachsen in die Tiefe sehr wichtig. Hier müsse die Erkennbarkeit der Nutzungen in der zweiten Reihe klar werden. "Die vorhandene Topographie ermuntert uns ebenfalls, dass das Thema "Wasser" zur Aufwertung des Bereiches herangezogen werden kann. So beispielsweise eine offene Wasserführung vom "Grünen Weg" über den "Klopseifen" bis unterhalb auf die derzeitige Teerfläche", so Hallerbach und verweist auf die geplante Öffnung der Bachverrohrung des Walgenbachs in der Bahnhofstraße als natürliches Gestaltungselement für das Basalt-, Eisenbahn- und Landschaftsmuseum und gleichzeitige Staufläche bei Regenereignissen. Für die Beherbergung von Wohnmobilen brauchen wir einen besseren und funktionalen Standort.

Die Überplanung der "Teerfläche" müsse auch die Belange des Kfz-Betriebes und der benachbarten Gastronomie berücksichtigen, denn beide Betriebe sind Bestand. Gewerbebetriebe im Ortskern bringen Leben und Kunden für den Einzelhandel. Für Achim Hallerbach gilt, "die Flächenaufteilung muss die langfristige Veränderung von Straßenräumen in Platzflächen zulassen. Denn nur der auf den Maßstab "Mensch" bemessene Raum wird auch die Menschen anziehen."

Die Achse zur Kirche werde derzeit durch das Backsteingebäude (ehemaliger Mengelberghof) teilweise unterbrochen. "Auch hier müssen wir eine Diskussion führen, was mit dem Gebäude gemacht werden kann und welches Konzept für den Kernbereich aufgestellt wird", betont der CDU-Fraktionschef.

Die CDU-Fraktion will ein Alleinstellungsmerkmal für den Ortskern schaffen, das sich klar vom Gewerbegebiet und dem dortigen Angebot unterscheidet. "Wir brauchen ergänzende, keine konkurrierenden Angebote. Dazu ist es entscheidend, den Bestand erlebbar zu machen, auch wenn dies langfristig und mit großen Anstrengungen in der Abstimmung möglich sein wird."

"Meine Vorstellung ist, den historischen Verlauf durch eine Kombination aus Bestand und Lichtinstallation erlebbar zu machen. Die Wallanlage als Erlebnis und Einkaufsachse wäre gerade für den verdichteten Innerortbereich ein wichtiger Ansatz. Orte, die zum Beispiel noch ihre historischen Schutzanlagen besitzen haben einen besonderen Reiz", beschreibt Hallerbach seine Vorstellungen. Das Erleben von historischen Anlagen, Handwerkskultur, Basaltabbau wäre ein weiterer touristischer Ansatz.

Die Fläche mit dem Backsteinhaus ist für die CDU-Fraktion ein wichtiger Bereich für das Asbacher Gesamtkonzept. Selbst bei der Erhaltung des Backsteingebäudes sollte auf jeden Fall die Durchgängigkeit in der Blickachse erhalten bleiben. Ebenso sollte der Verlauf der Wallanlage zu erkennen sein. Für das Entfernen des Gebäudes spricht die Öffnung der Blickachse auf die Kirche in Verbindung mit einer Freiraumgestaltung und Bebauung auf der "Teerfläche". Der Erhalt des Gebäudes kann nicht aktionistisch betrachtet werden. Sollten sich private Investoren für das Backsteingebäude finden, sollte ein realisierbares Konzept entwickelt werden. "Wir brauchen investitionswillige Mitstreiter und eine starke regionale Identität, dann werden wir mittel- und langfristig erfolgreich", fasst Achim Hallerbach zusammen.

Bildunterschrift: CDU-Fraktionsvorsitzender Achim Hallerbach zeigt die Problematik der Freifläche an der Bitzenstraße auf.

(18. Juni 2008)

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